Wir bitten Sie, diese fünf einfachen Regeln (basierend auf den Empfehlungen des BAG) zu beachten, wenn Sie sich entschliessen, Tavolata-Treffen wieder durchzuführen:
Führen Sie die Tavolata wenn immer möglich im Freien durch.
Halten Sie den Abstand von 1.5 Meter ein. Wenn das nicht möglich ist, verwenden Sie Gesichtsmasken.
Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände mit Wasser und Seife oder benutzen Sie Desinfektionsmittel.
Vermeiden Sie gemeinsam benutzte Gegenstände – sowohl beim Kochen, als auch beim Essen. Vermeiden Sie Buffets.
Stellen Sie sicher, dass eine Nachverfolgung (Contact Tracing) der Personen, die an der Tavolata dabei waren, möglich ist.
Suzanne, Franziska, Brigitte, Inge, Bea und Ursula treffen sich jeden zweiten Monat zur Tavolata «Chez moi». Die Freundinnen engagieren sich auch sozial: Sie bringen sieben jungen Männern aus Afghanistan Deutsch bei, helfen beim Papierkram und kürzen ihnen auch mal eine Hose. Als Dank werden sie von der Männer-WG bekocht.
Ein Sonntagabend im Februar. Sieben junge Männer aus Afghanistan rüsten Salat, kochen Reis und füllen Teigtaschen in der Küche ihrer Wohngemeinschaft in Bern. Die Stimmung ist ausgelassen, Teller und Töpfe klappern, es riecht verführerisch nach exotischen Gewürzen. Mittendrin sitzen Suzanne Schrade und Zita Stahel. Die beiden Seniorinnen aus Bern freuen sich auf die willkommene kulinarische Abwechslung. «Ich weiss nicht genau, wie dieses Gericht aus Afghanistan heisst, aber es ist eine sehr spezielle Kombination aus Teigtaschen, Reis und Salat», erzählt die 82-jährige Suzanne Schrade.
Zwei Frauen treffen auf sieben Männer
Einmal pro Monat kommen die beiden Damen in den Genuss eines Nachtessens in der Männer-WG. «Die jungen Männer kochen sehr gut. Sie sind seit vier Jahren in der Schweiz und haben in den Asylzentren immer selbst gekocht», erzählt Suzanne Schrade. Die sieben WG-Kollegen, die hier im ehemaligen Feuerwehrgebäude wohnen, sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Suzanne Schrade und Zita Stahel haben ihnen vor gut einem Jahr bei der Suche und beim Einrichten der Wohnung geholfen. Die aus Afghanistan Geflüchteten waren froh über die Hilfe und haben ihre Betreuerinnen im Dezember letzten Jahres zur Einweihungsparty der WG eingeladen. Die Stimmung sei laut Suzanne Schrade so fröhlich und gelöst gewesen, dass die Gruppe kurzerhand beschlossen habe, die schweizerisch-afghanische Tavolata monatlich zu wiederholen.
Die fünf reisefreudigen Freundinnen der Tavolata «Briscolina» treffen sich einmal pro Monat zum Apéro, Kochen und Jassen. Jedes Jahr berufen sie auch eine Generalversammlung mit einem lustigen Motto ein. Dann verkleiden sich alle, zum Beispiel als «Punk», und kochen ein Motto-Menü.
An der GV bestimmen sie, welche der Frauen die nächste Überraschungsreise organisiert. Die «Reiseleiterin» verrät den anderen nur Datum und Treffpunkt, dann geht es los: zum Beispiel per VW-Bus ins Südtirol oder mit dem Zug ins Swiss Chalet nach Lausanne. Diese Tavolata ist alles andere als gewöhnlich!
Cécile Schwinghammer erzählt: «Unsere Tavolata haben wir wegen der Coronakrise kurzfristig auf Eis gelegt. Dafür haben wir über das Telefon wirklich gute Einzelgespräche geführt. Sobald es geht, treffen wir uns im Pünt einer Kollegin auf einen längeren Schwatz – natürlich mit der nötigen Distanz. Es ist schon eine spezielle Situation und wir können nicht abschätzen, wohin dieser Weg uns führen wird.»
Lesen Sie Geschichten über Tavolata in Bern, Winterthur und Olten. Erfahren Sie, welche Details eine Tavolata zu einer gelungenen Tavolata machen. Dies und vieles mehr in der neuen Tavolata-Zeitung für gesellige Momente.
Vor fünf Jahren machten sich Markus A. Meyer und Verena Zimmermann auf die Suche nach einer Form des gemeinsamen Alterns im Quartier. Sie entdeckten Tavolata und trommelten eine bunte Truppe zusammen. Vier Frauen und drei Männer treffen sich seither jeden Monat zum vergnügten Brunch.
Dass ein Fotograf zum Brunch kommt, ist für die Tavolata Olten ein aussergewöhnliches Ereignis. Markus A. Meyer (69) und Verena Zimmermann haben zusammen überlegt, welche Tischdekoration besonders passen würde. Im Gespräch mit seiner Tavolata-Mitgründerin hatte er die Idee, seine selbstgeschnitzten Holzlöffel aufzutischen. Der pensionierte Arbeitsagoge, der viele Jahre mit Menschen in Werkstätten gearbeitet hat, erzählt an diesem Montagmorgen vom Holzschnitzen. Die Runde hört ihm aufmerksam zu und testet die Löffel sogleich, nimmt sie in die Hand, probiert sie aus.
Langeweile? Nicht bei uns!
Als Markus A. Meyer und Verena Zimmermann die Tavolata Olten vor fünf Jahren gründeten, war das Echo im Quartier am rechten Aareufer gross. Einige wollten mitmachen, geblieben sind bis heute vier Frauen und drei Männer. Darunter sind eine Buchhändlerin, ein Lokführer, ein Kreisförster, eine anthroposophische Masseurin und eine freiwillig Engagierte.
Vom Cervelat-Bräteln bis zum Mehrgänge-Menü geht alles – bei Gabrielle, Olivia, Marlyse, Marie-Rose und Marie-Françoise gibt es keine Regeln, was das Essen betrifft. Viel wichtiger ist den fünf Frauen, zusammen zu sein, sich Geschichten aus dem Leben zu erzählen und gemeinsam zu lachen. Die Tavolata-Gruppe ist denn auch mehr als nur eine Tischgemeinschaft – sie ist eine Freundschaft fürs Leben.
Gabrielle (72) zog vor vier Jahren in die Romandie. Die Zürcherin war Single und kannte keine Menschenseele. An einer Veranstaltung lernte sie Olivia (68) kennen und bekam einen Flyer in die Hand gedrückt. «Wollen Sie bei Tavolata mitmachen? » stand darauf. Gabrielle fand die Idee einer lockeren Tischgemeinschaft spannend und sagte spontan zu. Aus dieser Begegnung entstand eine Tavolata aus zuerst vier, dann fünf Frauen, alle um die 70 Jahre alt, aus der Region zwischen Romont und Murten. Die Gruppe trifft sich einmal pro Monat bei einer der Frauen zu Hause zum gemeinsamen Essen. «Für mich war die Tavolata eine grossartige Möglichkeit, in der Romandie anzukommen und Kontakte zu knüpfen. Das ist gar nicht so einfach», erzählt Gabrielle.
Gin Tonic, Cervelat oder Mehrgänge-Menü
Regeln gibt es in dieser Tavolata-Gruppe nicht. Jede der Frauen kocht, auf was sie gerade Lust hat. Die Fotografin Marlyse zum Beispiel hat Lust, neue Rezepte auszuprobieren: «Ich habe mich der Gruppe angeschlossen, weil ich ein neues Hobby suchte, nachdem ich meine Galerie aufgegeben hatte.» Und sie zeige an den Treffen gerne Fotos von ihren Reisen in die ganze Welt. Olivia interessiert sich für Ernährung und Gesundheit. Sie kocht meist ein ausgeklügeltes, gesundes Mehrgänge-Menü. Bei Marie-Rose gibt es immer einen Gin Tonic zum Apéro. Die gebürtige Engländerin bringt so etwas von ihrer Heimat in die Runde ein. Und bei Gabrielle darf ein gutes Glas Wein nicht fehlen, wie sie schmunzelnd erzählt. «Ich schätze die Vielfältigkeit der Gruppe. Wir sprechen Deutsch, Französisch und Englisch, wir erzählen aus unserem Leben und lachen unglaublich viel», sagt Marlyse. Die Chemie zwischen den Frauen habe von Anfang an gestimmt.
Unkompliziert, herzlich und offen für alle – die Tavolata in Herdern besteht seit Oktober 2018 und findet regen Zulauf. Das Ziel dieser Tavolata ist, dass sich die unterschiedlichsten Menschen getrauen, füreinander zu kochen und als Dorfgemeinschaft zusammenzukommen.
Anlässlich einer Informationsveranstaltung im Sommer 2018 entschieden Regula Signer, Zita Siegenthaler und Monika Hess, drei Frauen aus dem Dorf, eine intergenerative Tavolata zu gründen, und packten dieses Projekt tatkräftig und mit viel Resonanz an. Vier Mal hat diese Tavolata inzwischen stattgefunden, meist finden sich zwischen 20 und 25 Personen ein, die das gemeinsame Essen geniessen.
Die Daten werden jeweils vom Kernteam festgelegt und sind bewusst nicht auf einen fixen Wochentag beschränkt, sodass sich die bunte Menschenvielfalt des Dorfes am gemeinsamen Tisch begegnen kann. Publiziert werden diese Daten jeweils im «Dorf-Info», einer Dorfzeitung, die viermal jährlich erscheint. Willkommen sind alle, die Lust und Zeit haben. In Planung ist zudem eine Tavolata, die am Abend stattfinden wird – ein Versuch, um festzustellen, ob das Angebot auch bei auswärts Arbeitenden auf Interesse stösst.
Das Kernteam zeichnet sich durch grosse Flexibilität und Experimentierfreude aus. Lässt sich niemand aus dem Dorf finden, der oder die beim nächsten Mal kochen möchte, so übernimmt dies das Team. Regula Signer vom Kernteam schätzt den lockeren und guten Umgang im Team sehr und ist positiv überrascht, wie gut die Tischrunde angelaufen ist. Sie ist froh, dass sie die Tavolata-Geschäftsstelle im Hintergrund hat, wo sie sich bei Unklarheiten Rat holen kann. Dies entlastet und entspannt.
Als wichtigen Tipp bei der Gründung einer Tischrunde nennt sie: Man muss von Beginn weg Richtlinien haben, die in der Folge angepasst werden dürfen. Dies gibt viel Klarheit und Raum. Gänzlich ohne Richtlinien, einfach mal schauen, wie es läuft, ist schwieriger. So sind zum Beispiel die Preise für die Teilnahme an der Tavolata klar definiert. Als Unkostenbeitrag werden CHF 10.- verlangt. Kinder bezahlen CHF 1.- pro Altersjahr.
Einladung
Eine Einladung mit klar ersichtlichem Rahmen hilft bei der Planung.
Bunt und immer wieder anders: Im Dezember 2018 fand ein Grittibänz-Backen statt zur Freude der Kinder.
Stimmen und Impressionen aus der Tavolata im Baumgarten
«Schön, dass eine solche Gemeinschaft nicht nur privat, sondern auch öffentlich möglich ist. Dies gibt Möglichkeiten, Neues und Anderes kennen zu lernen.»
«Hier ist immer eine fröhliche, ausgelassene Stimmung und jeder begrüsst jeden.»
«Ich koche sehr gerne, daher bin ich im Kernteam mit dabei. Es gefällt mir, neue Leute kennen zu lernen und einfach zusammen zu sein. Zudem ist es etwas Schönes, Menschen zusammenzubringen.»
«Mir gefällt das gemütliche Zusammensitzen und ich komme immer gerne. Es gibt immer jemanden Neues zum Kennenlernen.»
«Wir haben eine schöne Stimmung hier. Das tut gut.»
«Ich bin heute zum ersten Mal in dieser Tavolata und habe gleich gekocht. Ich finde es wahnsinnig toll hier! Seit 20 Jahren wohne ich in diesem Dorf und habe nur auswärts gearbeitet. Jetzt habe ich Zeit und kann die Leute des Dorfes kennen lernen und auch etwas dem Dorf zurückgeben.»
«Wenn es alle so gut haben wie wir hier, dann ist es gut!»
Warum nicht einmal ein Museum «virtuell» besuchen – idealerweise mit Ihren Tavolata-Freundinnen und -Freunden, die Sie jetzt seltener sehen? Das Musée Imaginaire Suisse und Tavolata haben das Tavolata-Museum auf die Beine gestellt.
Auf der Plattform «Musée imaginaire Suisse» tauschen wir wahre und erfundene Geschichten aus, die sich um Kochen und Essen drehen. Sie suchen sich zuerst ein Objekt aus, nehmen dann ein «Selfie» von sich auf und überlegen sich eine persönliche Geschichte zum Objekt. Diese ruckzuck schreiben und online einreichen!
Von Osterkniesocken über Eierschachteln bis zum Picknick in Indonesien: Die Kurzgeschichten lesen sich süffig vom Sofa aus. Danke für Ihre Geschichten! Zur Anleitung…
Viele ältere Menschen trinken zu wenig und essen zu wenig eiweisshaltige Speisen wie Fleisch, Milchprodukte oder Hülsenfrüchte. Unser Tipp: Essen Sie zwischendurch ein gekochtes Ei, eine Handvoll Nüsse oder ein Stück Käse. Wer sich am Morgen eine Kanne Tee zubereitet und diese bis am Abend trinkt, sorgt für genügend Flüssigkeit. Zu den Tipps!