Suzanne, Franziska, Brigitte, Inge, Bea und Ursula treffen sich jeden zweiten Monat zur Tavolata «Chez moi». Die Freundinnen engagieren sich auch sozial: Sie bringen sieben jungen Männern aus Afghanistan Deutsch bei, helfen beim Papierkram und kürzen ihnen auch mal eine Hose. Als Dank werden sie von der Männer-WG bekocht.

Ein Sonntagabend im Februar. Sieben junge Männer aus Afghanistan rüsten Salat, kochen Reis und füllen Teigtaschen in der Küche ihrer Wohngemeinschaft in Bern. Die Stimmung ist ausgelassen, Teller und Töpfe klappern, es riecht verführerisch nach exotischen Gewürzen. Mittendrin sitzen Suzanne Schrade und Zita Stahel. Die beiden Seniorinnen aus Bern freuen sich auf die willkommene kulinarische Abwechslung. «Ich weiss nicht genau, wie dieses Gericht aus Afghanistan heisst, aber es ist eine sehr spezielle Kombination aus Teigtaschen, Reis und Salat», erzählt die 82-jährige Suzanne Schrade.

Zwei Frauen treffen auf sieben Männer

Einmal pro Monat kommen die beiden Damen in den Genuss eines Nachtessens in der Männer-WG. «Die jungen Männer kochen sehr gut. Sie sind seit vier Jahren in der Schweiz und haben in den Asylzentren immer selbst gekocht», erzählt Suzanne Schrade. Die sieben WG-Kollegen, die hier im ehemaligen Feuerwehrgebäude wohnen, sind zwischen 20 und 25 Jahre alt. Suzanne Schrade und Zita Stahel haben ihnen vor gut einem Jahr bei der Suche und beim Einrichten der Wohnung geholfen. Die aus Afghanistan Geflüchteten waren froh über die Hilfe und haben ihre Betreuerinnen im Dezember letzten Jahres zur Einweihungsparty der WG eingeladen. Die Stimmung sei laut Suzanne Schrade so fröhlich und gelöst gewesen, dass die Gruppe kurzerhand beschlossen habe, die schweizerisch-afghanische Tavolata monatlich zu wiederholen.

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Die fünf reisefreudigen Freundinnen der Tavolata «Briscolina» treffen sich einmal pro Monat zum Apéro, Kochen und Jassen. Jedes Jahr berufen sie auch eine Generalversammlung mit einem lustigen Motto ein. Dann verkleiden sich alle, zum Beispiel als «Punk», und kochen ein Motto-Menü.

An der GV bestimmen sie, welche der Frauen die nächste Überraschungsreise organisiert. Die «Reiseleiterin» verrät den anderen nur Datum und Treffpunkt, dann geht es los: zum Beispiel per VW-Bus ins Südtirol oder mit dem Zug ins Swiss Chalet nach Lausanne. Diese Tavolata ist alles andere als gewöhnlich!

Cécile Schwinghammer erzählt: «Unsere Tavolata haben wir wegen der Coronakrise kurzfristig auf Eis gelegt. Dafür haben wir über das Telefon wirklich gute Einzelgespräche geführt. Sobald es geht, treffen wir uns im Pünt einer Kollegin auf einen längeren Schwatz – natürlich mit der nötigen Distanz. Es ist schon eine spezielle Situation und wir können nicht abschätzen, wohin dieser Weg uns führen wird.»

Vor fünf Jahren machten sich Markus A. Meyer und Verena Zimmermann auf die Suche nach einer Form des gemeinsamen Alterns im Quartier. Sie entdeckten Tavolata und trommelten eine bunte Truppe zusammen. Vier Frauen und drei Männer treffen sich seither jeden Monat zum vergnügten Brunch.

Dass ein Fotograf zum Brunch kommt, ist für die Tavolata Olten ein aussergewöhnliches Ereignis. Markus A. Meyer (69) und Verena Zimmermann haben zusammen überlegt, welche Tischdekoration besonders passen würde. Im Gespräch mit seiner Tavolata-Mitgründerin hatte er die Idee, seine selbstgeschnitzten Holzlöffel aufzutischen. Der pensionierte Arbeitsagoge, der viele Jahre mit Menschen in Werkstätten gearbeitet hat, erzählt an diesem Montagmorgen vom Holzschnitzen. Die Runde hört ihm aufmerksam zu und testet die Löffel sogleich, nimmt sie in die Hand, probiert sie aus.

Langeweile? Nicht bei uns!

Als Markus A. Meyer und Verena Zimmermann die Tavolata Olten vor fünf Jahren gründeten, war das Echo im Quartier am rechten Aareufer gross. Einige wollten mitmachen, geblieben sind bis heute vier Frauen und drei Männer. Darunter sind eine Buchhändlerin, ein Lokführer, ein Kreisförster, eine anthroposophische Masseurin und eine freiwillig Engagierte.

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Porträt

Wenn diese Tavolata aus Küchenutensilien bestünde, dann aus einem Schwingbesen («Um Nidel zu schlagen!»), einer Kaffeemaschine («Ohne Kaffee kein Leben!»), etwas, um Teig zu kneten, und einem Handmixer!
Rhea Braunwalder, Autorin

 

2015 will der Leiter des Alterszentrums Haslibrunnen in Langenthal die sozialen Kontakte in den naheliegenden Seniorenwohnungen fördern. Er regt Heidi Lamparter an, eine Tavolata zu gründen. Heidi, Hilda, Res und Gertrud kochen monatlich bei jemandem zu Hause und laden im Turnus andere MieterInnen zum Essen ein. Die Tavolata bringt den Mitgliedern Kochkenntnisse, Gemeinschaft, Freundschaft, Begegnung und Abwechslung im Alltag, Gedankenaustausch und vieles mehr.

Arbeitsteilung, gemeinsames Kochen und Entscheiden sind in der Tavolata das A und O. Ein Highlight war das «Supermenu mit Eglifilets»: Der Fisch stammte von Hildas Sohn, die Fritteuse von Gertrud, der Balkon von Res und die Frittierkunst von Heidi. Der Wunschgast der Tavolata ist Altbundesrat Adolf Ogi (der Stadtpräsident ist natürlich auch eingeladen!).

Die Tavolata in Kürze

  • Mitglieder: Fünf MieterInnen der Seniorenwohnungen St. Urbanstrasse in Langenthal. Im Turnus werden MieterInnen aus anderen Wohnungen zum Essen eingeladen.
  • Entstehung: 2015, auf Anregung der Leitung des Alterszentrums, um soziale Kontakte in den Wohnungen zu fördern. Res, Hilda, Heidi und Gertrud und kochen und essen monatlich bei jemandem zu Hause.
  • Wunschgast: Passend zum Namen der Tavolata: Altbundesrat Adolf Ogi. Der Stadtpräsident ist auch auf der Wunschliste.
  • Was bringt die Tavolata? Die Möglichkeit, Sachen zu kochen, die man alleine nicht kocht, Freundschaft, Freude, Abwechslung im Alltag, Begegnung, Gemeinschaft und vieles mehr!
  • Highlight: Supermenu mit Eglifilets, der Fisch von Hildas Sohn, die Fritteuse von Gertrud, der Balkon von Res und die Frittierkunst von Heidi!

Lieblingsrezept

Herbstsalat aus frischen Zutaten vom Markt
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Coq au vin mit Knöpfli
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Hausgemachte Berner Bretzeli, Kaffee

Lebendig geht es zu und her, in der passend getauften Tavolata Viva! Vom WEF in Davos zu blinden Orchestern in Ägypten: Schnell springen die Gesprächsthemen vom Swissair-Mafiaort Bülach in die ganze Welt.
Rhea Braunwalder, Autorin

 

Porträt

Es ist Januar 2018 und in der Tavolata Viva stehen die Treffen für das ganze nächste Jahr fest. Von den etwa 15 Teilnehmenden kochen abwechselnd drei Personen. Anmeldungen für die zweiwöchentlich stattfindenden Tavolata werden bis Donnerstag von den Köchinnen entgegengenommen. Pro Tavolata kommen sechs bis acht Personen, mit dem öffentlichen Verkehr oder mit Autos in Fahrgemeinschaften. Die Tavolata bringe Freundschaft, Gedankenaustausch und Unterstützung bei Problemen.

Nach dem Essen können die Teilnehmenden, die Lust haben, zum Spielen bleiben. Doch Achtung, der Sieg wird nicht geschenkt!

Auch ausserhalb der Tavolata treffen sich die Mitglieder, machen Spielnachmittage oder gemeinsame Reisen. Vorlieben und Abneigungen der Mitglieder sind bekannt, werden respektiert und akzeptiert. So verbringt man ungezwungen gemeinsam eine lebhafte Zeit!

In Kürze

  • Entstehung: Durch ein Inserat im Migros Magazin wurde Ursula 2010 auf das Tavolata-Projekt aufmerksam. Zusammen mit einer langjährigen Kollegin bauten beide aus ihrem Bekanntenkreis und über die Tavolata-Website die Tavolata Viva auf. Bis jetzt sind 15 Mitglieder Teil ihres Netzwerks!
  • Treffen: Die Tavolata-Treffen finden alle zwei Wochen am Freitag, Samstag oder Sonntag am Mittag statt. Es kommen auf Anmeldung sechs bis acht Personen, falls es mehr werden, wird aus Platzgründen in ein Restaurant ausgewichen (kommt nur selten vor). Nach dem Essen wird jeweils gespielt.
  • Mitglieder: Die Tavolata richtet sich vor allem an alleinstehende Personen, die gerne mit anderen Zeit verbringen wollen. Gekocht wird abwechselnd von drei Mitgliedern, die sich das Menu frei ausdenken, die Kosten berechnen und Gastgeberinnen der Tavolata sind.
  • Sprichwort des Tages: Eine Welt ohne Freundschaft ist eine Welt ohne Sonne (vorgetragen von Silvia)
  • Wortspiel des Tages: Die eierlegende Eierlegende kam an ihr Eierlegende. Ende! (erzählt von Paul)
  • Witz des Tages: Wird nur auf Anfrage geliefert! (Ansprechperson: Ruth)
  • Highlights: Nicht exklusive Menus, sondern das Zusammensein ist an dieser Tavolata der Höhepunkt. Es wird munter gewitzt, geneckt, beraten und erzählt. Spezielle Anlässe, wie die 150. Tavolata oder die Weihnachtstavolata mit Wichtelspiel, bleiben in Erinnerung.

Lieblingsrezept


Gemischte Salate
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Tessiner Braten und Kartoffel-Lauch-Gratin, Wein und Mineralwasser
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Früchtemix und Cappuccino-Mousse, Kaffee und Baileys

Porträt

Die Mitglieder der Tavolino Cham besprechen ihre erste gemeinsame Reise nach Mailand.

Die Tavolino Cham besteht aktuell aus vier weltoffenen und aufgeschlossenen Mitgliedern. Monika ist kürzlich von einer Japanreise zurückgekommen, Anna ist Italienerin und übt in der Tavolata Deutsch, Rita, eine ehemalige Hauswirtschaftslehrerin, hat Zeltreisen in der ganzen Welt gemacht, und Elisabeth ist regelmässig mit dem Alpenclub und mit dem Fahrrad unterwegs.

Im Alter müsse man was unternehmen, davon sind die vier überzeugt. Die Tavolata schaffe gemeinschaftliche Momente, soziale Kontakte und Austausch. Im März ist eine erste gemeinsame Reise nach Mailand geplant. Die Gesprächsthemen sind brisant: politischer Meinungsaustausch, ornithologische Fakten und persönliche Geschichten stehen auf dem Plan, und Spiele oder der spontane Besuch des Fastnachtsumzugs im Dorf sind nicht ausgeschlossen.

In Kürze

  • Entstehung: Gegründet wurde die Tavolata vor vier Jahren von Elisabeth, kurz nachdem ihr Mann verstorben war. Elisabeth fragte Menschen aus ihrem Umfeld, und beim ersten Treffen im Kaffee „giggeleten” die Teilnehmenden den ganzen Nachmittag. Durch das Internet kamen nach und nach Mitglieder dazu. Die Tavolino Cham sucht weitere Mitglieder, gerne auch Männer. Bei Interesse melden Sie sich gerne!
  • Treffen: Die Tavolata trifft sich monatlich am Dienstag um 12 Uhr bei jemandem zu Hause. Die Gastgeberin kauft ein, kocht und entwirft das Menu, welches bis zum Tag selber ein Geheimnis bleibt. Bezahlt wird bei dieser Tavolata nicht. Man versucht nicht, sich zu übertrumpfen, und achtet auf gemütliches, schönes und saisonales Essen. Die Termine werden flexibel am Ende jeder Tavolata für den nächsten Monat abgemacht.
  • Wunschgästin: die Gemeindepräsidentin, eine offene, interessante und redegewandte Frau.
  • Das Wort zur Tavolata: Geh aufrecht wie die Bäume, lebe dein Leben stark wie die Berge, sei sanft wie der Frühlingswind, bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der grosse Geist wird immer mit dir sein.

Lieblingsrezept


Blattsalat mit Randen
(aus dem Garten)
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Knöpfli mit Bohnen und Gulasch, Rotwein und Mineralwasser
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Brischtner Birne mit Rahm und Vanilleglace (Spezialität aus Uri)

Porträt

Die Tavolata gibt den Gastgeber/innen eine Gelegenheit, kreativ zu sein. Nicht nur beim Kochen, sondern auch bei der sorgfältigen Dekoration. 2010 gründeten Marlise und Erna, ehemalige Arbeitskolleginnen, die Tavolata «Vom Herd zum Tisch», indem sie in ihrem Bekanntenkreis Flyer verteilten. Die zehn jetzigen Mitglieder – drei Ehepaare und vier Alleinstehende – sind bei der Tavolata schon von Anfang an dabei.

Und … jedes Tavolata-Treffen ist ein Highlight!

 

Am Anfang kochten Marlise und Inzwischen wagen sich auch andere Mitglieder an die Aufgabe, für zehn Personen zu kochen (das ist nicht einfach!) und können es geniessen, mal Gast und mal Gastgeber/in zu sein.

Oft wird zu zweit gekocht. «Wer kocht, bezahlt nicht», lautet die Regel. Die Gruppe trifft sich einmal im Monat und macht den nächsten Termin jeweils am Ende der Tavolata ab. Die Zeit und der Ort sind flexibel. Im Sommer wird oft im Garten gesessen und hin und wieder geht’s auswärts in ein Restaurant. Die Gruppe trifft sich auch mal zu einem Brunch oder zum Abendessen. Die Tavolata bei Kerzenschein sei durchaus empfehlenswert!

In Kürze

  • Mitglieder: Die Gruppe besteht aus Chorist/innen, Gärtner/innen, angehenden Astrophysiker/innen, Biolog/innen, Filmexpert/innen und Kulturkenner/innen. Über die verschiedensten Themen tauscht man sich aus, lernt voneinander, knüpft Freundschaften und hat vor allem auch Spass. Lachen sei ein Lebenselexir, bestätigt eine Teilnehmerin.
  • Essen: Das Menu wird von der Köchin entschieden und nicht vorher angekündigt. Ausser Meeresfrüchte und Koriander sei alles erlaubt (dies aufgrund einer Umfrage beim Start der Tavolata). Gratins, Wähen, Lasagne, Fisch und vieles mehr sind bei dieser Tavolata vom Herd zum Tisch gewandert.
  • Highlight: Eine schöne Erinnerung sei der gemeinsame Ausflug bei perfekten Wetterbedingungen zur Sternwarte, wo ein Mitglied der Tavolata involviert und Experte ist.

Lieblingsrezept


Apéro, Bärlauch-Pesto-Sonnenkranz
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Gespritzer Weisswein mit Cassis- oder Holunderblütensirup
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Schnittsalat mit gerösteten Körnern
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Poulet à l’Orange mit Reis, Broccoli, Rotwein
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Panna Coco mit Mango und Mandeln
Kaffee, Mini-Osterküchlein

Porträt

Comet, Caravelle, Jumbo oder Airbus: Mit Flugzeugmodellen kennen sich die acht langjährigen Quartierbewohner/innen bestens aus. Beim gemeinsamen Essen wird gelacht und diskutiert.

Susanne Reding und ihre zwei Siamkatzen (Susanne fügt hinzu: «Sie dürfen während der Tavolata nicht ins Esszimmer!») sind die Gastgeber/innen der Nachbarschafts-Tavolata im Quartier Grossacker. Susanne gründete die Tavolata, weil im idyllisch liegenden Quartier auf einer Anhöhe in der Nähe des Flughafens Zürich keine Möglichkeit besteht, auswärts zu essen oder sich zu treffen.

Vor sechs Jahren organisierte Susanne bei Kaffee und Gipfeli die erste Informationsveranstaltung mit drei Bewohnern und fünf Bewohnerinnen aus dem Quartier. Alle waren begeistert, haben sich angemeldet, und kurz darauf fand das erste Mittagessen bei Susanne statt. Die Tavolata hat im Laufe der Zeit Wechsel erfahren. Von drei Gästen musste Abschied genommen werden, und wo früher zwei Frauen Gastgeberinnen waren, kocht nun Susanne jeden Monat bei sich zu Hause mit der Hilfe von zwei Mitgliedern. Im Dezember findet die Tavolata mit Apéro, Krawatten und Champagner statt, sonst aber kommen alle «ganz natürlich», so, wie sie sind.

Die Tavolata ist sorgfältig organisiert. Ein Körbchen für die 15 CHF Teilnahmegebühr mit vorgedruckten Terminnotizen für die nächste Tavolata stehen bereit. Das Menu wird abgetippt und auf dem Tisch präsentiert.

Die Tavolata sei eine gute Gelegenheit, unter die Leute zu kommen und miteinander ein feines Essen zu geniessen. Man werde von Susanne mit sorgfältiger Vorbereitung richtig verwöhnt. Mit dem Reden über Gesundheitszustände wollen die Teilnehmenden keine Zeit verschwenden, und am Tisch findet ein offener und ehrlicher Meinungsaustausch statt. Durch Erzählungen aus dem Alltag und vorgelesene Gedichte werden Lächeln auf die Gesichter der Tavolata-Gspänli gezaubert. Seit der Tavolata kenne man sich untereinander besser und bleibe auch stehen, wenn man sich im Quartier auf der Strasse treffe.

In Kürze

  • Organisatorisches: Die Tavolata findet jeden Monat am zweiten Dienstag um 12 Uhr statt. Alle bezahlen für das Mittagessen mit Getränken und Kaffee 15 CHF. Die acht Teilnehmenden sind alleinstehende Senioren aus dem Quartier Grossacker. Es braucht keine Anmeldung. Wer nicht kommen kann, meldet sich ab.
  • Wunschgast: ein junger, lokaler Politiker aus Opfikon, oder wenn wir schon dabei sind, Doris Leuthard («Aber bitte ohne Tesla-Auto!», bemerkt ein Teilnehmer).

Lieblingsrezept


Frühlingssalat mit Spargelspitzen
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Trinkbouillon
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Kalbfleischpastetli
Erbsli und Rüebli
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Rotwein, Mineralwasser
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Erdbeertorte

Porträt

An einer Tavolata-Informationsveranstaltung 2014 begegnen sich der vielseitig sozial engagierte Walti und Walter. Nachdem sich Walter als einsam äussert, beschliessen die beiden, eine Tavolata für einsame Männer zu gründen. Aus ihrem Bekanntenkreis fragen sie weitere Männer an. Um den Diskussionen eine andere Dynamik zu verleihen («Diskussionen unter Männern laufen halt anders»), werden nach einigen Treffen weibliche Mitglieder zur Tavolata eingeladen.

Trudy und Walter legen oft Rezepte beiseite, um sie an einer Tavolata zum ersten Mal auszuprobieren!
Kochen, Servieren, Dokumentieren und Verwalten gehören zu den Ämtli in einer Tavolata. Nicht alle müssen alles machen.

In der Tavolata WWA nimmt man sich Zeit für Persönliches. Es kann über alles geredet werden. Was wichtig ist, ist die Akzeptanz aller Teilnehmenden mit ihren Eigenheiten. Deshalb sind alle Mitglieder in der Gestaltung des Treffens frei. Bei Walter wussten alle, dass meistens Tessinerbraten auf dem Menü stand, Edith erstellt mit dem Computer Menükarten, Trudy dekoriert mit viel Geschmack den Esstisch, Rico nimmt ab und zu die Gitarre hervor, Alex hat von Anbeginn erklärt, dass er nicht kochen könne, und Walti organisiert im Sommer die schon fast traditionelle Tavolata mit Grill und Schwimmbassin.

Heute besteht die Tavolata aus fünf Mitgliedern, die sich monatlich zu Hause zum Mittagessen treffen und im Turnus kochen. Die Mitglieder haben beim Start der Tavolata beschlossen, dass kein Kässeli aufgestellt wird und dass auf Geschenke an die Gastgeberin oder den Gastgeber verzichtet wird.

In Kürze

  • Was bringt die Tavolata?
    Die Tavolata bedeutet für die Mitglieder vor allem Gemeinschaft und Halt. Gleichzeitig sind die Treffen eine Gelegenheit, Unterstützung zu geben und zu erhalten und sich daran zu freuen, wie man sich gegenseitig Beistand leisten kann.
  • Highlights: Der Ausflug an die Tavolata-Jahrestagung auf dem Gurten bleibt besonders in Erinnerung. Die Tavolata-Gruppe fuhr mit dem Auto los und kam nach einer lustigen Fahrt mit verschiedenen Umwegen am Ziel an. Auch an andere Ausflüge, zum Beispiel in eine schöne Gärtnerei mit Café, oder an ein spezielles Restaurant im Schwarzwald erinnern sich die Teilnehmenden gerne.
  • Wunsch: Die Mitglieder sitzen oft bis spät in den Nachmittag zusammen am Tisch und reden. Ein Wunsch einzelner Mitglieder wäre, Spiele wie «Nünimal» oder «Elfer Raus» zu spielen. Im Vordergrund steht derzeit der Wunsch, dass die Mitgliederzahl, die wegen Tod und Krankheit reduziert ist, wieder auf den Stand von sechs Teilnehmenden ergänzt werden kann.

Die Tavolata WWA steht hinter einem festen Ziel: gegenseitige Unterstützung und Hilfestellung. Der Name der Tavolata kommt von den drei Gründungsmitgliedern Walti, Walter (mittlerweile verstorben) und Alex.
Rhea Braunwalder, Autorin

Porträt

Die drei Männer kennen sich von der Alterssiedlung, in der sie alle wohnen, und haben bei einer Informationsveranstaltung beschlossen, eine Tavolata zu gründen. Einerseits, weil sie etwas Neues kennenlernen wollten, andererseits, um die Gemeinschaft regelmässig zu pflegen. Zudem nahmen sie Tavolata als Anlass, um besser kochen zu lernen.

Um sich küchentechnisch weiterzubilden, haben sie um Begleitung gebeten. Während fünf Treffen wurde eifrig gerüstet, gebraten, entwickelt, improvisiert, gelernt, gestaunt und natürlich sehr gut und genussvoll gegessen.

Genuss ist ein weiteres wichtiges Stichwort für diese Tavolata. Um gemeinsam zu kochen und zu essen, nehmen sich die drei Schlemmer genügend Zeit und zelebrieren so das Zusammensein.

Die Teilnehmer

  • Kaspar Ruckstuhl: Er ist unser Rüster und geht sehr gut mit dem Messer um. Zudem arbeitet er sehr präzise. Vanillecreme und Apfelmus sind seine Spezialitäten. Wir schätzen an ihm seine Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit. Er ist ein sehr anständiger Mensch und sehr humorvoll. Zudem ist er ein guter Jasser!
  • Werner Frischknecht: «Nicht verzagen, Werner fragen!» Er ist ein sehr guter Organisator und arbeitet konzentriert, hat immer die Übersicht und die Lage im Griff. Ökonomisches Arbeiten ist ihm wichtig. Wir schätzen an ihm seine grosse Toleranz, seine Hilfsbereitschaft und seinen Humor. Er ist ein spannender Gesprächspartner mit einem grossen Wissen.
  • Zsolt Toth: Er hat einen guten Teamgeist, arbeitet sehr genau und schätzt ein «massstabsgerechtes Schneiden.» Wir schätzen an ihm seinen Humor, seine Hilfsbereitschaft und sein grosses Interesse. Er hat immer einen guten Spruch auf Lager. Zudem ist er ein guter Kollege und spannender Gesprächspartner.
Herr-Ruckstuhl
Kaspar Ruckstuhl

 

Werner Frischknecht

 

Zsolt Toth

In Kürze

  • Was begeistert die drei Musketiere an der Tavolata-Idee?
    Einer der drei Herren meint: «Mir gefällt die Kollegschaft, man ist so nicht einsam und unterstützt sich gegenseitig.» Ein anderes Mitglied meint: «Nicht alleine zu kochen, gibt mir Mut.» Weiter gefällt den drei Musketieren die Freiheit, Offenheit und Flexibilität, wie eine Tavolata gestaltet werden kann. Zsolt Toth meint zudem: «Mir gefällt der Lernprozess, ich lerne hier persönlich über mich und über andere – und gleichzeitig auch noch kochen.»
  • Was schätzen die drei Musketiere aneinander?
  • Was sind die aktuellen Pläne der drei Musketiere mit Tavolata?
    Wir sehen uns als Kernteam, das immer wieder Gäste, ob Freunde und/oder Bekannte aus der Siedlung, an unseren Tisch einlädt. Momentan geschlossen als Gruppe, sind wir offen, als Inspirationsquelle zu dienen.

Lieblingsrezepte

Menu 1
Rüebli-Orangen-Suppe
Apfelwähe mit Zimtquarkhaube

Menu 2
Ghackets mit Hörnli und Apfelmus
Glace

Menu 3
Gebratenes Fischfilet
Ofenkartoffeln mit Rosmarin und Rahmspinat
Vanillecrème

Menu 4
Tomaten-Mozzarella-Salat
Gemüseauflauf mit Kartoffeln und Hackfleisch
Glace

Menu 5
Kürbissuppe
grüner Salat
Rumpsteak mit Pommes Frites und Cherrytomaten